29.- 31. Oktober 2005, Sa/So/Mo
Route: Pontresina (1805m) - Val Roseg - Hotel Roseg (1999m) - A. Misaun
(2013m, Bikedepot) - P.2098m - Margun-Misaun (2245m) - Tschierva Hütte (2583m, Übernachtung) - Tschiervagletscher - Umurscharte -
NO-Wand - Schneekuppe (3921m) - Eselsgrat - Tschiervagletscher - Umurscharte - Tschierva Hütte (Übernachtung) - Pontresina
Talort/Gebiet: Schweiz, Graubünden, Berninagruppe, Val Roseg, Pontresina
Höhenunterschied gesamt: 2116 Hm + 350 Hm Gegenanstieg beim Zu- und Abstieg in die Umurscharte
Höhenunterschied Wand: 670 Hm
Anforderungen: D (S, schwierig), Hochalpine Eistour, Eis bzw. Firn bis ca. 55° und Fels III, spaltenreicher Gletscher! Abstieg über den Eselsgrat Eis/Firn bis 40° und Fels III, abklettern und abseilen.
Ausrüstung: Steileisausrüstung und mobile Sicherungsmittel für den Felsteil, Abseilachter für den Eselsgrat (z.T. eingerichtete Abseilstellen, Bohrhaken u. Muniringe), evtl. Felshaken f. Notfälle!
Stützpunkt: Tschierva Hütte (2583m, SAC), offener Winterraum
Kartenmaterial: Bernina, 1:25 000, Blatt 1277
Wetter, Schnee- und Eisverhältnisse: 3 Tage herbstliches Kaiserwetter!
Wir sind am 29.10. zur Tschierva Hütte aufgestiegen und haben im bestens ausgestatteten Winterraum übernachtet. Den langen Anmarsch durch das Val Roseg verkürzten wir uns mit dem MTB (bestens fahrbare Schotterstraße).
Aufbruch am 30.10. um 4:00h (Sommerzeit). Zustieg über den Tschiervagletscher mühsam da z.T. knietiefer Lockerschnee.
Wir gingen zuerst den Steig Richtung Biancograt um dann über die Umurscharte in das Gletscherbecken unter der Wand zu queren,
da uns der sonst übliche Zustieg zu heikel und noch mühsamer erschien. In der Wand gute Bedinungen (meist ca. 15-30cm griffiger
Schnee auf Blankeis), nur kurze Stellen blank, im Felsriegel ebenfalls akzeptable Firnauflage aber schlecht sicherbar.
Wir gingen meist am laufenden Seil (Eisschrauben und Tibloc).
Abstieg über den Eselsgrat bei relativ viel Schnee heikel und anspruchsvoll. Das ordentliche Sichern kostete viel Zeit aber war
durchaus angebracht...
Danke an Beni & Joelle für die Spur!
Mit war: Flori Forster und Dominik Kocholl